Premium-Sound auf die Ohren!

Jabra Halo2 56,98 €*

Jabra Halo2

Redaktion:

  • Komfort
  • Klang
  • Preis

Wer zerstörte Kabel satt hat und den Kabelsalat nicht mehr entwirren möchte, der ist sicherlich auf der Suche nach einem schnurlosen Headset. Vor geraumer Zeit hatten wir bereits das Jabra Wave Bluetooth-Headset getestet, nun folgt ein weiteres Produkt des dänischen Herstellers.

Bluetooth Kopfhörer

Bluetooth Kopfhörer

Moderne Smartphones bieten glücklicherweise sowohl einen Anschluss für schnurgebundene als auch Bluetooth Kopfhörer. Erstere haben den Vorteil, dass die Akkulaufzeit kein Problem darstellt und die Klangqualität unter einem Kompressionsverfahren nicht leidet. Auf der anderen Seite ist die kabellose Freiheit ideal für den Alltag.

Der dänische Hersteller GN Netcom verspricht mit dem Jabra Halo2 eine Lösung für alle Probleme. Der Kopfhörer bietet Bluetooth für maximale Bewegungsfreiheit, verzichtet gleichzeitig aber auch nicht auf ein ansteckbares Klinkenkabel, falls der Akku doch mal leer ist. Klingt gut, aber wie schlägt sich das Produkt im Test?

Verbesserter Nachfolger

Das Halo2 ist der Nachfolger des Vorgängers „Halo“ welches 2011 auf dem Markt kam. Bemängelt wurden damals in verschiedenen Testberichten die schwachen Scharniere. In puncto Aussehen hat sich der Nachfolger nicht verändert, dafür ist es nun stabiler. Auf der rechten Seite ist das Sensorfeld für die Lautstärkeregelung zu finden. Daneben gibt es einen Play-/Pause-Knopf. Wer über einen Track springen möchte, muss zweimal auf das „Plus-Symbol“ tippen, zurück geht es mit „zweimal Minus“. Ebenfalls auf der rechten Seite sind zwei Status-LEDs für die BT-Verbindung und den Akku zu finden.

Aussehen und Verarbeitung

Aussehen Verarbeitung

Aussehen & Verarbeitung

Die Verarbeitung ist wie beim Vorgänger sehr gut. Praktisch ist die Funktion, es zusammenzuklappen, so lässt es sich gut transportieren. Wie zuvor erwähnt, haben die Dänen bessere Scharniere verbaut. Käufer dieses Produkts sollten sich nun längere Zeit über den Kopfhörer freuen. Die Passform des Headsets ist für nahezu jeden Kopf gut, Brillenträger werden allerdings ihre Probleme haben, da die Bügel auf die Brille drücken. Außen bietet das Testprodukt eine glatte Oberfläche, innen dagegen einen weichen Stoffbezug.

Erster Test

Für den ersten Test haben wir unser Produkt aufgeklappt und in die Scharniere geklickt – schon kann es losgehen. Das Pairing funktioniert problemlos über den runden Knopf am Bügel. Leider gab es bei der Verbindung ein hörbares Rauschen, welches bei Musik und Videos immer zu hören war. Unerwartet gut ist der Tragekomfort: Zwar bietet das Halo2 lediglich einen dünnen, samtartigen Überzug, dennoch fühlt es sich auf einem Standardschädel mit Hutgröße 52 sehr angenehm an.

Bass-Galore

Bass-Galore

Bass-Galore

Angetrieben von der Am3D Power Bass-Technologie bietet das Halo 2 ordentlichen Bass, ohne dabei zu verzerren. Hier kommen die Freunde basslastiger Musik auf ihre Kosten. Leider sind die Mitten und Höhen weiterhin detailarm, hier versagte der Vorgänger bereits. GN Netvom möchte dem Problem mit einem Virtual Surround Sound entgegenwirken: Dieser mischt die Stereokanäle künstlich und führt den Sound mit einer leichten Latenz nach. Das Ergebnis ist ein Echo, welches Fülle und Raum erzeugen soll. Während VSS bei einigen Songs einigermaßen akzeptabel funktioniert, versagt es bei aufwendigen Songs komplett und führt zu einem unzumutbaren Tonmatsch. Leider ist VSS nicht deaktivierbar. Im Test mit Nokia Smartphone viel uns auf, dass es ganz schön laut werden kann. Der integrierte Verstärker des Jabra hat offenbar Probleme, den Lautstärkepegel zu regeln. Stattdessen passt AVRCP auf dem Abspielgerät die Lautstärke an – und genau hier haben die Nokias Probleme.

Old-School-Kabelanschluss

Das Jabra überzeugt mit seinen zahlreichen Anschlussmöglichkeiten: per microUSB lässt sich jedes Gerät laden und 3,5 mm Klinke ist an jeden Tonausgang zu finden. Per Klinkenanschluss verbessert sich der Ton sofort. Der Grund dafür ist die Tonübertragung über eine Kupferleitung sowie die fehlende Kompression. Sobald das Kabel angeschlossen ist, funktioniert Virtual Surround Sound und der AM3D Power Bass besser. Dennoch ist der Sound nicht sagenhaft gut, die oberen Frequenzen klingen nach wie vor dumpf, allerdings besser, als über Bluetooth. Der Bass dröhnt weiterhin kräftig und ohne Verzerrungen.

Übrigens: Schade ist, dass Jabra sehr bescheiden ist. Weder in der Bedienungsanleitung noch auf der Verpackung verlieren die Dänen ein Wort über die gute Konnektivität ihres Produktes. Neben Klinkenstecker und Bluetooth akzeptiert das Headset auch das mitgelieferte Standard-USB-Kabel, mit dem man das Produkt an den PC anschließen kann. Der Hörer wird dabei als USB-Soundkarte erkannt. Warum diese Funktion nicht beworben wird, bleibt ein Rätsel.

Gute Akkulaufzeit

Der Kopfhörer besteht lediglich aus einem Bügel und den beiden Lautsprechern. Viel Platz für den Akku bleibt da nicht, dennoch bietet das Produkt eine Laufzeit von immerhin sieben Stunden. Das Aufladen funktioniert sowohl über USB als auch über einen Netzadapter. Interessant: Beim Aufladen bleibt die USB- oder Bluetooth-Verbindung erhalten – das ist eine Seltenheit. Ein Nachteil: Das Kabel des Netzsteckers ist mit zehn Zentimetern sehr kurz geraten.

Telefonie

Alle derzeit erhältlichen Headsets besitzen mehr oder weniger attraktive Sprachansagen zur Akkukapazität, Verbindungsstatus und anderen Meldungen. Das Halo2 bietet lediglich einige Piepstöne, die dem Träger signalisieren, dass der Akkuzustand kritisch ist oder ein Anruf entgegen kommt. Bei Telefonaten ist eine Verzerrung zu hören, Hintergrundgeräusch werden nur mäßig herausgefiltert.

Fazit

Das Jabra Halo2 ist ein Alleskönner, der mehr kann, als er verspricht. Die Lautsprecher können nicht durchweg überzeugen, dafür überzeugen sie mit ihrem starken Bass und den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten.

  • Audio Enhancement mit AM3D Virtual Surround Sound 2.0 & Power Bass
  • Zwei-Mikrone für besonders gute Sprachübertragung
  • lässt sich mit zwei Bluetooth-Geräten verbinden
  • Anschluss über 3,5-mm-Klinke für Handys ohne Bluetooth
  • Musik lässt sich über das Headset kontrollieren
  • Bis zu acht Stunden Akkulaufzeit und bis zu 13 Stunden Stand-by
  • Bluetooth 3.0
  • AVRCP
  • Auto Pairing
  • Musik-Streaming
  • Digital Signal Processing
  • Ladestecker: Micro-USB (5-polig)
  • 1 Bluetooth-Headset “Halo2”
  • 2 Ohrbügel in verschiedenen Größen
  • 2 Gelkissen zum Tragen ohne Ohrbügel

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