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Silent Disco: Der neuste Trend der Musikszene

In der Disco geht es meist recht laut und hektisch zu. Viele Menschen tanzen, die Musik ist laut und die Drinks teuer. So oder so ähnlich würden die meisten Menschen eine Disco beschreiben. Dass es auch völlig anders gehen kann, zeigt ein neuer Trend, Silent Disco genannt. Eigentlich passen die beiden Wörter „stumm“ und „Disco“ nicht zusammen, was es aber mit dem Trend auf sich hat, erfahren Sie im Anschluss.

Geschichte der Silent Disco

Der Ursprung der Silent Disco reicht bis in das Jahr 1969 zurück, als der finnische Science-Fiction-Film „Ruusujen aika“ erschien. Den großen Durchbruch feierte der Trend aber erst 2005, als die Silent Disco in Großbritannien beim Glastonbury Music Festival viele Anhänger fand. Nun scheint der Trend den Mainstream zu unterhalten, ganz im Gegenteil zu Karaoke, für das sich nur eine Randgruppe begeistern kann.

In den vergangenen Jahren entstanden zahlreiche Unternehmen, die Setups für die Silent Disco anbieten. Eine dieser Firmen ist Headphone Disco: Dank dem Unternehmen, welches Lizenzbetriebe in Deutschland, Irland und Ostafrika eröffnet hat, ist der Trend schnell in andere Lände außerhalb Großbritanniens übergeschwappt.

Dancing with myself

Dancing with myself

Dancing with myself

Die Silent Disco eliminiert eine der drei Eigenschaften jedes Clubs: Sie ist laut, voll und dunkel. Erstere Eigenschaft fehlt beim neusten Trend der Musikszene. Es ist durchaus eine merkwürdige Idee, schließlich ist der Geräuschpegel die Besonderheit einer Disco. Warum man diese ihr wegnehmen möchte, scheint auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Wer aber in einer Silent Disco erstmals alleine vor sich hin tanzt, der wird dem Rätsel auf die Spur kommen.

Das Bild, das Neulingen in einer Silent Disco erblicken, ist völlig verschieden von dem, was man in einer Disco erwartet: Statt wummernden Bässen herrscht Stille, grölende Betrunkene gibt es keine, stattdessen reden hier und da Menschen miteinander, auch die halb nackt tanzenden Frauen sucht man vergebens, stattdessen singen die Leute leise vor sich hin und schwingen das Tanzbein. Der DJ wurde kurzerhand von kabellosen Kopfhörern ersetzt, welche jeder Teilnehmer dieses Events am Eingang in die Hand gedrückt bekommt. Man kann zwischen zwei bis drei Kanälen wählen, die im Laufe der Nacht unterschiedliche Musikrichtungen spielen. Und dann geht das Tanzen los.

Faszination Silent Disco

Faszination Silent Disco

Faszination Silent Disco

Ein Grund für die Beliebtheit dieses Trends ist die Tatsache, dass es einem großen Problem entgegenwirkt: Der Lärmbelästigung. Ruhestörungen und Nachbarschaftsbeschwerden sind in jedem Club an der Tagesordnung. Diese Probleme müssen Veranstalter von Silent Discos nicht fürchten. Ein Grund, warum dieser Trend so beliebt ist. Gerade bei Open Air Veranstaltungen in Urlaubsländern werden Silent Discos immer häufiger veranstaltet. Auch die Abwandlung des Trends, Mobile Disco, bei der die Gäste ihre MP3-Player mitbringen und gemeinsam tanzen, sind immer beliebter.

Spannend für die Teilnehmer ist der Moment, in dem man den Kopfhörer abnimmt und alle anderen Menschen beim Tanzen beobachtet – alles in nahezu absoluter Stille. Jeder hat seinen eigenen Tanzstil, einen eigenen Rhythmus und eine eigene Körpersprache. Die Beobachtung der Anderen macht diesen Trend zu etwas ganz Besonderem. Menschen, die auf einer Wellenlänge tanzen, kommen ins Gespräch. Dabei muss man sich nicht länger anschreien, denn die Musik ist nicht unerträglich laut. Perfekt zum Kennenlernen neuer Menschen, die dieselben Interessen teilen.

Silent Disco zu Hause veranstalten

Wer aufgrund von lauter Musik regelmäßig Ärger mit den Nachbarn hat, der kann eine Silent Disco zu Hause veranstalten. Damit die Party zum Erfolg wird, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Die Kopfhörer sollten leicht sein und einen hohen Tragekomfort bieten.
  • Eine hochwertige Konstruktion und Verarbeitung versichert, dass der Kopfhörer auch einen kleinen Sturz oder eine Unachtsamkeit überlebt.
  • Die Oberfläche sollte leicht zu reinigen sein, um einen hohen Hygiene-Standard zu gewährleisten.
  • Natürlich muss die Soundqualität stimmen: Hohen, Mitten und Bässe müssen glasklar und kraftvoll sein.
  • Mit zwei bis drei integrierten Schaltern können die Teilnehmer der Party die Frequenz und somit Musikrichtung wechseln.
  • Die Lautstärke sollte regelbar und Musik pausierbar sein.

Für die Auswahl eines passenden Kopfhörers bieten wir hier auf unserer Seite viele Testberichte zu den Kopfhörern bekannter Hersteller wie Bose, Philips und vielen mehr an. Der ideale Kopfhörer ist derjenige, der in puncto Preis/Leistung am besten abschneidet. Besonders empfehlenswert sind folgende Kopfhörer:

Nicht vergessen: Zwar hält sich der Geräuschpegel bei einer Silent Disco in Grenzen, je mehr Menschen teilnehmen, desto lauter wird es durch die Gespräche und Interaktion.

Artikelbild: Creative Commons by fairlybuoyant / Flickr.com
Dancing with myself: Creative Commons by katielips / Flickr.com
Faszination Silent Disco: Creative Commons by Underbelly Limited / Flickr.com