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Kopfhörer-Bauweisen: Der kleine aber feine Unterschied

Kopfhörer-Bauweisen

Der Kopfhörer ist ein erstaunliches Produkt, das dem Träger sowohl zu Hause als auch unterwegs das bequeme Musikhören ermöglicht. Ob über die Stereoanlage, ein Smartphone oder einen Musikplayer – Kopfhörer werden an vielen Geräten verwendet und haben in unserer heutigen Welt einen wichtigen Platz im Bereich der Musik eingenommen. Durch die hohe Nachfrage entstanden im Laufe der Jahre unterschiedliche Bauweisen, die alle ihre Vor- und Nachteile besitzen. Wie sich die Bauweisen voneinander unterschreiben, erklären wir im Anschluss.

Das riesige Angebot an Kopfhörern macht Verbrauchern die Wahl nicht gerade einfach. Es gibt offene, geschlossene, halboffene Kopfhörer aber auch In-Ear-Modelle. Natürlich unterscheiden sich die Produkte zusätzlich auch im Preis: In teuren Produkten kommen entsprechend hochwertigere Materialien und Technik zum Einsatz, die den Musikgenuss um ein Vielfaches steigern kann. Aber auch der Tragekomfort wird entsprechend erhöht.

Muschelkopfhörer

Bei den Muschelkopfhörern unterscheidet man in erster Linie die drei Bauweisen:

  1. offen
  2. geschlossen
  3. halb offen

Zusätzlich zu diesen Bauweisen gibt es die folgenden Bauformen, auf die wir allerdings nicht näher eingehen:

  • On-Ear
  • Around-Ear

Erstere besitzen kleine Ohrmuscheln, die direkt auf der Ohrmuschel liegen. Around-Ear-Kopfhörer besitzen dagegen große Ohrmuscheln, die das gesamte Ohr umschließen.

Offene Kopfhörer

Die offene Variante sind für das originale, natürliche Hören die perfekte Lösung. Aus technischer Sicht ist dies nicht vollkommen zu realisieren, weil jede Konstruktion das ungehinderte Strahlen und Schwingen einer Membran behindert. Deshalb versuchen Kopfhörer-Hersteller, mit einer „luftigen“ Bauweise und der Verwendung weicher Materialien, diesem Ideal so gut es geht nahe zu kommen. Um diesen Erfolg zu garantieren, wird meist eine Durchlässigkeit von 30 bis 55 Prozent genutzt.

Offene Kopfhörer liegen in der Regel locker auf dem Kopf und schirmen das Ohr wenig ab, sodass man Außengeräusche weiterhin wahrnehmen kann. Selbes gilt natürlich für die Geräusche, die der Kopfhörer selbst abgibt – Außenstehende können diese hören. Offene Systeme werden durch ihre „Geräuschkulisse“ nicht in Studios genutzt, sind aber für den Heimgebrauch eine beliebte und empfehlenswerte Variante. Verstärkt wird die Empfehlung durch die große Bequemlichkeit, die auch bei langem Einsatz unverändert bleibt.

Geschlossene Kopfhörer

Geschlossene Systeme dichten den Bereich zwischen Schallerzeuger und Ohr am besten ab und ermöglichen so die beste Basswiedergabe bei gleichzeitig maximaler Eliminierung von äußerlichen Störeinflüssen. Die Ringförmigen Polster umschließen die Ohröffnungen komplett und der Bügel wird relativ fest angepresst. Das Tragen kann bei einigen Modellen nach geraumer Zeit unbequem werden. Dies wird durch den Hitzestau um die Ohren verstärkt. Dafür werden Geräusche nach außen und innen perfekt abgeschirmt und es geht wenig Schalldruck verloren. Die Basswiedergabe ist entsprechend druckvoll, trocken und realistisch.

Geschlossene Kopfhörer kommen in erster Linie in Studios zum Einsatz, wo eine perfekte Klangwiedergabe von enormer Wichtigkeit ist. Die Verwendung unterwegs ist durch die Geräuschisolierung nicht empfehlenswert, zu Hause dagegen bieten diese Kopfhörer ein besonderes Klangerlebnis.

Halboffene Kopfhörer

Halboffene Kopfhörer sind ein Ergebnis der Kopfhörerentwicklung. Durch ihre Konstruktion werden hohe Frequenzen weitestgehend abgeschirmt und gelangen nicht nach außen. Außenstehende können stattdessen die tiefen Frequenzen wahrnehmen. Der Vorteil der halboffenen Kopfhörer ist, dass die Abgabe der tiefen Frequenzen nach außen ihre Wiedergabe naturgetreuer gestaltet. Im Heimgebrauch macht dieser Klangunterschied die halboffene Variante zu einem echten Kassenschlager, weil der Otto-Normalverbraucher einen guten tiefen Klang bevorzugt.

Im Grunde sind halboffene Kopfhörer ein Kompromiss zwischen offenen und geschlossenen Modellen: Sie dämpfen und isolieren Umgebungsgeräusche besser als die offene Variante, jedoch schlechter als ein geschlossener Kopfhörer.

In-Ear-Kopfhörer

Diese Kopfhörer sind ein Produkt, welches durch die Verbreitung von iPods und Smartphones dringend benötigt wurde. Die kleinen Kopfhörer werden direkt in den Gehörgang eingeführt. Damit handelt es sich praktisch um geschlossene Kopfhörer, die keinen Klang nach außen lassen. Für die schalldichte Isolierung sorgt ein Adapter aus Silikon, welcher in mehreren Größen geliefert wird und sich im Gehörgang ausdehnt. Das ungetrübte Klangerlebnis ist der große Vorteil der In-Ears, dafür schotten sie den Hörer aber auch komplett von der Außenwelt an und können unter Umständen gewöhnungsbedürftig sein.

Earbud-Kopfhörer

Nicht zu verwechseln mit den In-Ears, die direkt in den Gehörgang eingeführt werden. Ear-Buds sind die Klassiker der kleinen Kopfhörer: Sie werden in die Ohrmuschel gesteckt und isolieren den Hörer nicht komplett von der Außenwelt. Das bedeutet aber auch, dass sie Sound nach außen lassen, was für die Mitmenschen störend sein kann. Ihr größter Nachteil ist die uniforme Größe, wodurch sie für einige Menschen unbequem sein können.

Artikelbild: © pio3 / Shutterstock